All Time Low - Dirty Work
von: Henning Moser
"All Time Low" präsentieren mit "Dirty Work" ihren aktuellen Langspieler, dessen Inhalt aus leicht zugängigen Songs mit abwechslungsreichen Songstrukturen besteht. Man kann diese Platte nicht zuletzt aufgrund der zwischenzeitlich ganz schönen Melodien klasse dauerhaft im Hintergrund laufen lassen. Soweit schonmal die Lichtseiten dieses Albums, absolut nicht zu verdrängen sind allerdings die Schattenseiten.
"Dirty Work" klingt, dem Titel des Albums vollkommen entgegengesetzt, fast durchweg vollkommen glattgebügelt und von daher wie erzwungen radiotauglich. Die Songs kommen über weite Strecken sehr seicht und kraftlos daher (von einem kleinen Aufblitzen von Power und Härte bei "Heros" abgesehen). Die Platte firmiert offiziell unter der Genrebezeichnung "Pop Punk", obwohl es sich in meinen Augen bei dem Material viel eher um Alternative oder sogar lupenreinen Pop handelt (besonders zu erwähnen in Bezug darauf sind die Songs 13 bis 15). Die Lyrics sind meist oberflächlich, recht langweilig und teenagermäßig, in der ganzen Musik ist wenig Authentizität und Individualität spürbar und somit klingen "All Time Low" auf "Dirty Work" wie so unendlich viele andere moderne Bands, wobei besonders große Ähnlichkeiten zu "Fall Out Boy" nicht von der Hand zu weisen sind (besonders auffällig bei "Get Down On Your Knees...").
In positiver Weise erwähnenswert ist nur noch das Ende des Albums mit der Akustikversion von "Time Bomb", die durchaus im Gehörgang haften bleibt.
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