Anfall - Und Das Wasser Steigt
von: Stefan SchulzeAnfall spielen Deutschpunk! Und das mit ganz schön Elan! Gleich der erste Track „Wasser“ vom bereits fünften Album „Und Das Wasser Steigt!“ hat es in sich. Stimmlich typisch Punk, musikalisch mehr Rock mit feinen Gitarren. Gleiches Niveau findet sich auch im darauffolgenden Song „Geteilte Individuen“, der mit knapp zwei Minuten schon fast zu kurz daher kommt.
Stimlich wird es dann beim dritten Song allerdings schon … so gewöhnlich. Drei Songs die gleich Stimmlage, viel Geschrei, weniger Gesang. Und so kommt „Irgendwas Vermiss Ich“ nicht so gut bei mir an wie die beiden Vorgänger. Das liegt aber nicht am Song selbst, sondern alleine an der Tatsache, dass er sich genau an dieser Stelle auf den Album befindet. Und um vorwegzugreifen, das ändert sich auch in den kommenden 6 Tracks nicht. Das Promoschreiben weist allerdings darauf hin, dass die Band auch ohne die gängigen Deutschpunkklischees einiges zu bieten hat. Auch wenn das musikalisch zutrifft, ist das markanteste Klischee geblieben! Die eintönige Stimmlage, die von mir bei sovielen deutschsprachigen Punkrockbands kritisiert wird.
Leider verliert man dadurch schnell die Lust an dem Album. Und schon der zweite Durchgang der insgesamt 31 Minuten fällt mir schwer und bestärkt meinen Eindruck nur. Potential? Im Grunde schon… verbindet man die guten musikalischen Leistungen mit anderen Vocals. Allerdings dürfte das schwierig werden. Den Potentials in den Gesangskünsten von Sänger Martin kann ich aus den Boxen heraus leider nicht erkennen. Aber vielleicht mag ich mich da täuschen.
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