Hepcazz - Tales From The Hepcazz
von: Gerrit "Boomcat" Andresen
In den Händen halte ich das aktuelle Album des Lüneburger Rockabilly- Trios Hepcazz namens "Tales from the Hepcazz". Geboten wird ordentlich gespielter Rockabilly mit leichten Jazz, Swing und Country- Anleihen. Beim Song "All that stuff"fällt die saucool gespielte Gitarre auf. Leider kann das Album dieses Entertainment- Niveau nicht durchweg halten und auch der Sound von Bass und Schlagzeug kommt produktionstechnisch phasenweise etwas inhomogen daher.
Kommen wir zum größten Minuspunkt des Albums: Der auf der Website propagierte durch native speaker ausradierte deutsche Akzent beim Singen und Texten auf englisch repräsentiert eigentlich genau das was der Band auf dieser Scheibe fehlt: eigene Identität. Mann kann aus einem X kein U machen. Mir ist es immer schleierhaft warum deutsche, französische oder Bands anderer Nationalitäten versuchen einen auf super amerikanisch zu machen. Dem künstlerischen Anspruch ist das nicht wirklich zuträglich und lässt eine Band immer tiefer in den Sumpf der Masse sinken.
Aber Schluss mit der Meckerei: Spieltechnisch absolut solides Album, super für eine Autofahrt oder Party. Geile Gitarrenarbeit und der Gesangseffekt ist super. Leute die leichten, lockeren Rockabilly mögen sollten ruhig mal ein Ohr riskieren. Leute die in Musik "graben" wollen um Gimmicks zu entdecken und "Prog"- abillies eher nicht.
News 2011: Hepcazz: Video zu "Ubangi Stomp"
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