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Paul Ansell's Number Nine - Money and Lies

von: Stefan Schulze
Wertung:
10 von 10 Punkten
Label:
I Sold My Soul Media
V.Ö. Datum:
22.07.2011
16 Tracks + 3 Bonus Tracks
Artistinfos: Paul Ansell's No. 9
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Graues Bärtchen, graue Kotteleten und immer einen Hut auf. Mit seiner Gitarre in der Hand und seinem charismatischen Rock’n’Roll hat mich Paul Ansell am Mikrofon schon ein paar Mal live begeistert. Nun liegt mir das neue Album „Money & Lies“ von PAUL ANSELL’s NUMBER NINE vor und ich weiß bereits ohne reinzuhören, dass ich hier nicht als Kritiker, sondern begeisterter Fan an der Tastatur sitze. Vorgefertigte Meinung findet ihr? Ja, aber die Kritiken der einzelnen „Besprecher“ haben doch immer einen subjektiven Touch!

Ich weiß nicht wie euer „erstes Mal“ mit Paul war, aber die erste Platte die ich von Number Nine hörte, erinnerte mich doch oftmals stark an Elvis. Das hat sich auch beim neuen Werk nicht geändert. Aber wirklich authentisch wurde der Sänger für mich nach dem ersten Live Gig. Warum das so ist? Ich kann es nicht genau beantworten! Es sind wahrscheinlich Gestik, Mimik, die Gelassenheit und die Spielfreude, die man sich wieder ins Gedächtnis ruft, wenn man die Songs hört. Und das ist auch der Grund, warum man einem keiner der Songs auf dem neuen Album fremd vor kommt. Denn die Platte steigt gleich mit dem typischen Ansell-Sound ein: Hinter dem Titelrack „Money & Lies“ verbergen sich die Rock’n’Roll typischen Schwingungen in der Stimme, rhythmische Melodien und gemäßigte Beats der Drums. Deep Sad Blues? Zumindest der Anfang von „Train Of Love“ weist darauf hin. Aber schon bei der zweiten Strophe geht die Melodie ins Bein und auch wenn die Stimmfarbe von Ansell weiterhin bluesbelastet scheint, so steuert der zwischenzeitliche Background Gesang gekonnt dagegen. Toller Song, der genau das Widerspiegelt, was ich von der Truppe gewohnt bin. Rhythmische Beats und einen emotionalen Blues und Country Mix.

Lass dich mal zurückfallen und denk einfach an nichts… ja, selbst der schnulzige „Baby Blue“ Song kommt gut rüber und hier kommt eigentlich keiner weg, ohne mit „Frauchen“ im Arm durch’s Zimmer zu tanzen. Während bei den Vorgängersongs die Gitarrenparts überwiegten, ist es bei beim Rock’n’Roll Song „Lost“ das be“swing“te Piano, das für Kurzweiligkeit sorgt. „Without Love“ erinnert an Johnny Cash Songs, gerade an den Stellen, wo Paul Ansell zwischen den eigentlichen Songtext reinspricht. Konnte Cash auch gut und ist ja auch Bestandteil vieler seiner Songs. Ich will euch nicht jeden Song einzeln vorstellen, aber von den 16 Songs plus 3 Bonus Tracks gibt’s noch zwei oder drei, die zur Vorstellung dieses Albums gehören. Da wäre zum Beispiel der Song „I Miss Lovin’ U“ vor dem ich etwas warnen möchte! Denn ja, es gibt echte Schnulzen auf diesem Album. Und dies ist einer davon. Der Nachfolger „Catch A Rat“ von Tesse Mac Robinson (?) ist mir bisher völlig unbekannt mausert sich auf Grund seiner groovigen Art zu einem echten Hinhörer. Ähnlich geht’s mir beim Song „I’m A Fool“ (Wolf / Herron/ Sinatra). Hier sind es eher die instrumentalischen Parts – herausstechend sind natürlich Gitarre und Piano – die mir gut gefallen.

Es gibt noch zahlreiche Songs auf dem Album, die hier unerwähnt bleiben. Warum, weil alles gesagt ist? In Bezug auf eine Albumbesprechung vielleicht, aber vielmehr weil noch Songs wie „Couldn’t Let It Go“ oder „Oh Oh Love Again“ dabei sind, die man einfach hören muss, um sich einfach selbst eine Meinung über das Album zu bilden. Hättest du es gedacht? Na, dass das Album von mir die Höchstpunktzahl bekommt? Ich gebe zu, vielleicht war es aus den ersten Sätzen dieser Besprechung schon rauszuhören, aber viel schöner ist für mich, dass das Album meine bisherigen Ansell-Ansprüchen voll entspricht und ich eben nicht enttäuscht wurde.

Fans von Rock’n’Roll, Blues und Country Music, es ist der Mix der und diese beruhigende und gemäßigte Art die hier überzeugt. Ausflippen ist anderswo…. hier ist richtig gute handgemachte Musik vom „alten Schlag“ angesagt!

Mehr über Paul Ansell's No. 9:
News 2010: I Sold My Soul for Rock'n'Roll 2010




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