Gurd - Never Fail
von: Kai Paetsch
Mit GURD ist das bei mir so eine Sache. Ich habe sie, obwohl ich durchaus Musik ihrer Richtung bevorzuge, niemals so richtig im Fokus gehabt. Deshalb habe ich keinerlei Ahnung, wie ihr Backkatalog so aussieht. Und das, obwohl sie in schon fast 18 Jahren 8 CDs aufgenommen haben. Das ist einerseits gut so, denn so kann ich mich ganz ohne irgendwelche Meinungen zu haben ihrem neuen Longplayer „Never Fail“ widmen. Und der ist, wie ich nach einem Durchlauf sagen kann, durchaus hörenswert. Also, Repeat gedrückt und Review geschrieben.
Laut Info ist „Never Fail“ das bislang härteste und schnellste Album in der Geschichte von GURD. Und so geht es auch los. Der Titel-Track „Never Fail“ knallt einem erst einmal ordentlich einen vor den Latz ehe bei „Terminate“ erst einmal ein Gang runtergeschaltet wird. Gesang und Sound erinnern mich ein wenig an PRONG zu „Cleansing“-Zeiten. Ebendies ist auch der Fall bei „Higher Meaning“. Hier wird aber noch ein wenig den alten PANTERA gehuldigt ehe es bei „The Truth Will Leak“ wieder voll nach vorne geht. Schön finde ich bei „Blame Someone Else“ den Wechsel zwischen harten Parts und softem Singalong. Auch hier sind die mächtigen PRONG nicht wegzudenken. Auch schön das über 6-minütige Instrumental „Velvet Apocalypse“ zum Ausklang von „Never Fail“.
Fazit: ein handwerklich gutes Album, welches sehr im klassischen Thrash wildert ohne dabei zuviel Eigenständigkeit einzubüßen. Und es sei mir hier noch einmal gestattet auf PRONG hinzuweisen: für Fans ebendieser durchaus mal einen Reinhörer wert. Ich denke, das Album wird bei mir noch eine Weile im Player rotieren. Und ich werde mir mal über die Feiertage die vergangenen Werke der Schweizer zu Gemüte führen.
Anspieltipps: Terminate, Rising From The Ashes, Higher Meaning
News 2011: GURD posten Artwork und Tracklist
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