Ski King - Sketchbook
von: Florian Stoffelen
Das jemand sich selbst als Vollblut Musiker bezeichnet kommt noch relativ häufig vor, das allerdings jemand seine Musik auch bis in die letzte Konsequenz lebt ist da schon seltener.
Der Ski King gehört eindeutig zur letzteren Gruppe. Der US Amerikaner der mittlerweile in Nürnberg zu Hause ist, macht schon seit langem die deutschen Bühnen nicht nur mit seiner Band Skis Country Trash, sondern auch Solo unsicher.
Nun erscheint via Rodeostar das neue Album „Sketchbook“ des maximal tattoowierten Musikers. Da ich bereits auch die Vorgänger Alben mein eigenen nennen darf, war ich mehr als gespannt auch das neuste Werk des Ski King in die Finger zu bekommen.
Schon der erste Blick auf die Tracklist verriet mir, das die Scheibe ziemlich cool werden könnte. Der Opener ist, wie könnte es auch anders sein, das Johnny Cash Cover „Ain‘t no grave“. Danach gibt es „Gravedigger“ in einer mäßigen Version zu hören, irgendwie klingt die Kombination mit dem Kinderchor ein wenig müde. Aber dann gibt es das erste Highlight der Scheibe auf die Ohren: Judas Pirest „Breaking the Law“ in einer CowPunk Version. Absoluter Hammer, mit der Stimme des Ski find ich den Song sogar noch mal eine Ecke besser als das Original und das Riff das vom Banjo gespielt wird macht den Song richtig schön evil. Wirklich ganz groß. Danach gibt es noch mal zwei Country Hymnen. „The Devils Right Hand“ und „Ghost Riders in the Sky“ .
Ich weiß nicht warum, aber auf dieser Scheibe hat der Ski ein wirkliches gutes tattoowiertes Händchen für Metalsongs. Mit „Turn The Page“ gibt es ein schönes Metallica Cover zu hören.
Grundsätzlich fällt auf das es auch ein etwas neues Konzept auf dem Album gibt. Es ist nicht mehr nur noch der Ski zuhören , der die Songs wirklich nur covert. Auf „Sketchbook“ interpretiert er die Songs auch und dabei kommen wirklich gute Version von alten Klassikern raus. Außerdem ist der Wechsel zwischen reinen Akkustik Sets und Voll verstärkten Songs sehr angenehm und bringt eine Menge Abwechslung ins Album.
Zum Cover von „Stayin‘ Allive“ muss ich wohl nicht viel sagen… Oder vielleicht doch, als CowPunk Version ist der Song sogar ziemlich cool und ich muss zugeben, ohne auf die Trackliste geguckt zu haben, musste ich beim ersten Hören schon überlegen um welchen Song es sich handelt.
Beim folgenden Song „Close my eyes forever“ wandeln der Ski und Caro, wer auch immer diese junge Dame ist, auf den Spuren von Ozzy Osbourne und Lita Ford. Coole Kuschelrock Nummer die die beiden da zusammen performen und man muss sagen, das Caro dem Ski stimmlich in nichts nachsteht.
Wenn man Songs im Original schon nicht mag, wird es auch schwer die Cover zu mögen. So geht es mir bei Track 9 „Bad Things“. Naja wer es mag meins ist es nicht.
Danach gibt es ein Cover einer meiner absoluten Favorite Bands, der Ski hat sich an ein Cover von „Built my hate around you“ der Essener Heartbreak Engines gewagt und auch diese Version ist geglückt. Auch wenn der Wums ein wenig zurück gefahren wurde, so hat der Song immer noch eine Menge Power und Energie. Dadurch das er zu einem Akkustik Songs umgestrickt wurde, hat er ein ganz neues Feeling bekommen, das durch die Mundharmonika richtig geil rüber kommt.
Und schon befinden wir uns so gut wie auf der Zielgeraden des 16 Tracks starken Albums. „Camouflage –Weird War“ . Ein absoluter Klassiker, zu dem man wohl nicht mehr viel sagen muss.
Auch wenn“ Highway to Hell“ schon bereits auf dem Vorgänger Album von Sketchbook vertreten war, könnte man dem Ski jetzt vor werfen, dass er zum Schluss einfach noch ein paar Songs auf das Album gepackt hat, aber dann würde man dem Guten wirklich unrecht tun. Den es handelt sich bei der Version von „Highway to Hell“ die er auch gerne mit seiner band Skis Country Trash zum besten gibt.
Und wie könnte es anders sein, zu jeder guten Party gehört irgendwann zu späterer Stunde auch ein Song von Journey. Das hat sich der Ski King wohl auch gedacht, als er Journeys „Don’t Stop Believing“ mit aufs Album gepackt hat. Wobei der Song dank der doch recht basslastigen Stimme des Skis und des treibenden Drumsets, eindeutig cooler als das Original ist!
Nach dem der Ski noch mal kurz „Thirteen“ zum Besten gibt, kommt natürlich noch das was gefehlt hat. Richtig! Ein Motorhead Cover von „I ain’t no nice guys“, óder war es eigentlich ein Ozzy Osbourne Song? Egal, cooler Song und richtig geil interpretiert. Yeaha.
Und wie jeder große Künstler verlässt auch der Ski mit einem großen Spong die Bühne. Frank Sinatras „My Way“ schließt das Album ab. Man könnte dieses Album wohl kaum besser zu einem Ende bringen.
Ich bin wirklich mal wieder begeistert, was dort in Form von 16 Tracks vor mir liegt. Der Mann gehört definitiv zu meinen Favorites unter den Solokünstlern!
Auf Sketchbook nimmt der Ski den Hörer mit auf eine musikalische Reise, durch 16 Songs von Metal bis Country, von Pop bis Punk’a Billy. Cooles Album von einem, coolen Typen. Leute vergesst bei Partys den Shuffle Mode, legt einfach ne Ski King CD ein und es ist für jeden etwas dabei.
News 2009: News zum Deutschrock Monster Festival
Interviews: Ski's Country Trash
News 2010: Ski King zu Gast bei Atze Schröder
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