Dropkick Murphys & Sick of It All in Düsseldorf
Eingetragen von: Florian StoffelenWas will man bei einem Konzertbericht über eine Show der Dropkick Murphys schon noch groß schreiben, das es eine geile Show war und die Jungs wirklich wissen wie man sein Publikum unterhält?
Das kommt der Sache schon recht nah, allerdings haben sich die Bostoner Folkpunker bei ihrem Gig am 04.02.10 in der Philipshalle, Düsseldorf selbst übertroffen.
Als erste Supportband gingen The Mahones aus Kanada auf die Bühne. Die Jungs und eine Dame machen ebenfalls Folkpunk, allerdings eher im Stil von Flogging Molly und Co. Für eine Vorband feierten die Leute recht gut und die Philipshalle war bereits mäßig gefüllt.
Aber dann nachdem The Mahones gut eine halbe Stunde gespielt hatten übernahmen Sick of it All die Bühne. Was für eine großartige Idee die Jungs aus New York mit auf Tour zu nehmen. Ich hatte Sick of It All schon bereits einige Jahre nicht mehr gesehen, aber das Quartett bewies eindrucksvoll, warum sie eine großartige Live Band sind.
Das die Dropkick Murphys anscheinend auch große Fans von Sick of It All sind, bewies Schlagzeuger Matt Kelly als er für einen Song auf die Bühne kam um von Sänger Lou Koller das Mikrophon zu übernehmen.
Doch das beste sollte noch kommen. Gegen halb 10 enterten die Dropkick Murphys die Bühne und feuerten ihr volles Programm ab. Nicht nur das die Jungs selber Vollgas gaben, mittlerweile sind die Bostoner auch mit einer wirklich fetten Lightshow unterwegs. Nicht schlecht und wirklich beeindruckend wenn man die Band noch vor einigen Jahren in “kleinen” Hallen gesehen hat.
Auch wenn die Dimensionen über die Jahre immer größer geworden sind, so hat sich an der Spielfreude und der Energie der Murphys nicht geändert. 90 Minuten lang feuerte die Band einen geilen Song nach dem anderen raus und das Publikum sang lauthals mit. Positiv überrascht war ich davon, dass die Band auch recht viele ältere Songs spielte.
Absolut geil was die Jungs da 90 Minuten lang boten, auch wenn ihr Publikum mittlerweile weniger aus Skins, Punks und Hooligans besteht, haben die Dropkick Murphys nichts von ihrer Energie verloren und kicken auch langhaarigen Studenten ordentlich in den Hintern.
Nach dem zum krönenden den Abschluss noch einmal “Kiss me I’m shitfaced” gespielt wurde, hatten die Bostoner noch ein As im Ärmel.
Das große Backdrop mit den gothischen Kirchenfenster fiel und ein fies grinsender Pirateskull erschien und die Band spielte passend dazu “Shippin’ up to Boston”. Was für ein geiler Abschluss eines Konzerts. Auch Sammy von den Broilers lies sich nicht lumpen und griff zur Gitarre um den Song mit zu spielen, allerdings scheint er hinter der Bühne schon ordentlich den Abschluss der Tour gefeiert zu haben und sorgte für diverse Verspieler.
Was für ein Abschluss für eine großartige Tour, mich haben die Dropkick Murphys mal wieder begeistert und es dauert jetzt schon wieder viel zu lange bis sie wieder nach Deutschland kommen.
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